Hormone Und Wechseljahre
Hormone Und Wechseljahre

Hormone und Wechseljahre: Wie sie helfen und worauf zu achten ist

Die Wechseljahre sind ein hormoneller Umschwung, der viele Frauen aus gewohnten Bahnen wirft. Dieser ist gekennzeichnet von vielen Begleitsymptomen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Neben hormonellen Therapien gibt es Pflanzenstoffe, die die unerwünschten Begleiterscheinungen mindern können. Wir geben einen umfassenden Einblick.

Hormone und Wechseljahre: Wie sie helfen und worauf zu achten ist

Die Wechseljahre sind ein hormoneller Umschwung, der viele Frauen aus gewohnten Bahnen wirft. Dieser ist gekennzeichnet von vielen Begleitsymptomen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Neben hormonellen Therapien gibt es Pflanzenstoffe, die die unerwünschten Begleiterscheinungen mindern können. Wir geben einen umfassenden Einblick.

Was sind die Wechseljahre und welche Rolle spielen Hormone?

Die Wechseljahre, auch bekannt als Menopause, sind eine Phase der hormonellen Veränderungen im Leben jeder Frau. Sie treten typischerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf. Die hormonelle Umstellung, in der die Produktion der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken allmählich nachlässt, dauert in der Regel zwischen 4 - 8 Jahre.

Der veränderte Hormonhaushalt kann zu verschiedenen körperlichen und psychischen Beschwerden führen. Typische Symptome sind Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, zu denen es mehr Wissenswertes in unserem Blogbeitrag „Menopause – der Wechsel der Jahre“  gibt.

Die Wechseljahre, auch bekannt als Menopause, sind eine Phase der hormonellen Veränderungen im Leben jeder Frau. Sie treten typischerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf. Die hormonelle Umstellung, in der die Produktion der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken allmählich nachlässt, dauert in der Regel zwischen 4 - 8 Jahre.

 

Der veränderte Hormonhaushalt kann zu verschiedenen körperlichen und psychischen Beschwerden führen. Typische Symptome sind Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, zu denen es mehr Wissenswertes in unserem Blogbeitrag „Menopause – der Wechsel der Jahre“  gibt. 

Östrogen und Progesteron sind die Hauptakteure im weiblichen Fortpflanzungssystem. Die koordinierte Wechselwirkung zwischen Östrogen und Progesteron gewährleistet die normale Funktion des Menstruationszyklus und die Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft. Während der Wechseljahre sinken die Spiegel dieser Hormone, was unter anderem die oben genannten Symptome auslösen kann.

  • Östrogen ist hauptsächlich für die Regulierung der ersten Hälfte des Menstruationszyklus, die Follikelphase, zuständig, in dem es das Wachstum und die Reifung der Eizellen sowie den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut steuert. Gleichzeitig ist Östrogen auch für die Gesundheit und Funktion der Vaginalschleimhaut verantwortlich. Es hat aber auch grossen Einfluss auf die Erhaltung der Knochendichte und die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.

  • Progesteron beeinflusst die zweite Hälfte des Menstruationszyklus, die Lutealphase. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vor und erhält sie, falls eine Befruchtung stattfindet, und unterdrückt die Reifung neuer Follikel.

 

Eine Hormonersatztherapie (Hormon Replacement Therapy, kurz: HRT oder auch menopausale Hormontherapie, kurz: MHT) wird bereits seit den 1960er-Jahren eingesetzt. Sie soll Frauen helfen, die Lebensqualität während der Wechseljahre zu verbessern und chronische Erkrankungen wie Knochenschwund (Osteoporose) und Knochenbrüche zu prävenieren. Dabei werden entweder Östrogene allein oder in Kombination mit Progesteron verabreicht, um den Hormonmangel auszugleichen. Synthetische Östrogene werden in Laboren hergestellt und sind oft chemisch verändert, um die Wirkung von natürlichem Östrogen nachzuahmen. Ein bekanntes Beispiel ist Ethinylestradiol, das in vielen Antibabypillen und Hormonersatztherapie-Präparaten verwendet wird. Diese gibt es in Form von Tabletten, Pflastern, Gelen oder Sprays.

Im Jahr 2002 kam die Therapie jedoch in Verruf, da eine grössere Studie der Women's Health Initiative (WHI) wegen vermehrter Fälle von Brustkrebs, Thrombosen und Schlaganfällen abgebrochen werden musste. So rückten pflanzliche Alternativen immer mehr in den Fokus. 

Die WHI-Studienergebnisse gelten nach einer Neuinterpretation nur noch als eingeschränkt aussagekräftig: Die Studienteilnehmerinnen waren überdurchschnittlich alt, hatten teilweise Vorerkrankungen und eine für sie zu hohe Dosierung eingenommen. Heute gibt es jedoch einige Empfehlungen, durch welche die Risiken der HRT deutlich minimiert werden können.

Leserinnen, die sich für eine Hormonersatztherapie interessieren, wenden sich für eine umfassende Beratung bitte an ihre Gynäkologin oder ihren Gynäkologen.

 

Hormone und Wechseljahre: eine individuelle Entscheidung

Welche Therapie zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden die geeignete ist, ist von Frau zu Frau individuell. Die Entscheidung, ob der Nutzen einer Hormonersatztherapie gewissen Risiken überwiegt, muss individuell nach genauer Anamnese mit der Gynäkologin bzw. dem Gynäkologen getroffen werden. Hierzu werden unter anderem persönliche Vorlieben, die persönliche Krankengeschichte, eine Familienanamnese und weitere Kriterien mit einbezogen.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) wird in der Phytotherapie zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze helfen bei neurovegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche und Schlafstörungen. Sie vermindern ausserdem viele psychische Auswirkungen der Wechseljahre. Dazu gehören Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Nervosität oder Ängstlichkeit.

Weitere pflanzliche Alternativen sind zum Beispiel Phytoöstrogene aus Soja, Yamswurzel und Rotklee. Diese haben ähnliche Strukturen wie das körpereigene Östrogen.

 

 

 

 

 

Welche menopausalen Beschwerden kann Traubensilberkerze lindern?

  • Arzneimittel mit Extrakten aus der Traubensilberkerze können die Häufigkeit und Intensität von Schweissausbrüchen und Hitzewallungen

  • Traubensilberkerze kann Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Nervosität und Verstimmungszustände im Rahmen der Wechseljahre

  • Für Frauen mit Brustkrebs, die z.B. aufgrund einer Antihormontherapie (u.a. mit Tamoxifen) an Wechseljahresbeschwerden leiden, besteht eine Kontraindikation zur Einnahme von Hormonen. Die Einnahme von Traubensilberkerze zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden kann unter Rücksprache mit dem Arzt erwogen werden. 

Es ist nicht immer einfach, das richtige Wechseljahrespräparat für sich zu finden. Zu berücksichtigende Faktoren sind die spezifischen gesundheitlichen Bedürfnisse der Frau, Vorlieben und die Empfehlung des behandelnden Arztes. Viele Frauen leiden oft massiv unter den menopausalen Beschwerden und suchen lange nach Mitteln, die ihnen Linderung verschaffen.

Es empfiehlt sich neben der Hormonersatztherapie auch pflanzliche Therapieoptionen wie die Einnahme des Traubensilberkerzen-Extrakts in Betracht zu ziehen, sich umfassend zu informieren und sich von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen. Jede Frau ist anders und benötigt individuelle Unterstützung in ihrer Menopause, um sie ihr so angenehm wie möglich zu machen.  

Häufig gestellte Fragen zu Hormonen in den Wechseljahren

  • Welche Hormone werden in der Hormonersatztherapie verwendet?
    Östrogen und Progesteron, entweder einzeln oder in Kombination.

  • Zahlt die Krankenversicherung eine Hormonersatztherapie?
    Bei einer Verschreibung aus medizinischen Gründen übernimmt die Krankenversicherung in der Regel die Kosten für alle zugelassenen Medikamente.

  • Was sind Phytoöstrogene?
    Phytoöstrogene sind pflanzliche Stoffe, die eine östrogenähnliche Wirkung haben und unter anderem in Soja und Rotklee vorkommen.

  • Wie wirkt sich die Hormonersatztherapie auf die langfristige Gesundheit aus?
    Langfristige Ersatztherapien mit Hormonen können das Risiko für bestimmte gesundheitliche Probleme wie Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle leicht erhöhen. Andererseits kann die Therapie helfen, Osteoporose zu verhindern und die Knochendichte zu erhalten, was das Risiko von Knochenbrüchen reduziert.

  • Können Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden das Körpergewicht beeinflussen?
    Es gibt keine Indizien dafür, dass eine Hormonersatztherapie eine Gewichtszunahme verursacht, viel mehr ist Adipositas eine häufige Begleiterscheinung der Menopause selbst.

  • Wer sollte keine Hormonersatztherapie nehmen?
    Unter anderem Frauen mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Blutgerinnsel sollten Hormonersatztherapien vermeiden.

  • Wie oft sollten ärztliche Kontrollen bei der Therapie mit Hormonen in den Wechseljahren erfolgen?
    Regelmässige jährliche Kontrollen sind wichtig, um den Erfolg und mögliche Nebenwirkungen der Therapie zu überwachen.

  • Gibt es Alternativen zur Hormonersatztherapie für die Wechseljahre?
    Pflanzliche Präparate wie die Traubensilberkerze und andere nicht-hormonelle Therapien können menopausale Beschwerden lindern.

  • Welche weiteren Therapiemöglichkeiten gibt es für die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden?
    Regelmässige körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf können helfen, Symptome zu lindern. Komplementäre Therapien wie Akupunktur, Yoga und Meditation können ebenfalls zur Symptomlinderung beitragen. Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin D und Calcium können die Knochengesundheit unterstützen.
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Arzneipflanzen-Lexikon

Trauben­silber­kerze

bei Wechseljahrbeschwerden

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